Schwerzerspanung mit zwei Hauptspindeln

Schwerzerspanung betrifft überwiegend:

  • Werkstoffe mit hoher Festigkeit oder vorvergütete Werkstoffe, legierte, hochwarmfeste Stähle, Qualitäts- oder Edelstähle
  • schwere, ausladende Bauteile bzw. hohe Volumen an zu zerspanenden Materialien
  • Gussteile, Schmiedeteile, Schweißbaugruppen mit großflächiger Anarbeitung
  • im Formenbau die Anarbeitung und Erstbearbeitungsaufnahmen von Vormaterial.

Anforderungen an Fräsmaschinen bei Schwerzerspanung:

  • hohe Spankraft über einen breiten Drehzahlbereich
  • Verwindungskräfte der Werkzeuglagerung und des Spanntisches verformungsfrei abzuleiten
  • kräftige Antriebe für Vorschubkräfte der Achsen
  • hohe Bauteilgewichte sicher aufzunehmen
  • einen gut zugänglichen, maximalen Arbeitsbereich zu bieten.

Unsere Reckermann Fräsmaschinen sind für die Aufgaben der Schwerzerspanung in Produktion und Fertigung durch die sehr kompakte, robuste und langlebige Konstruktion optimal geeignet.

 

Kombinierte Fräsverfahren in einer Aufspannung

Fräsmaschinen mit einer vertikalen und einer horizontalen Hauptspindel sind im Einsatz hochflexibel und in der Lage, nahezu jede Fräsherausforderung zu meistern. Zum Einsatz kommen diese zweispindligen Maschinen neben der Ausbildung und der allgemeinen Werkstatt/Instandhaltung in der Schwerzerspanung und bei kombinierten Fräsprozessen in einem Arbeitszyklus. In der Schwerzerspanung, insbesondere bei großen, schweren Werkstücken, sind diese Maschinen imstande, zwei Werkstückebenen in einer Aufspannung zu bearbeiten, ohne das Werkstück umzuorientieren. Dies wäre bei Werkstücken dieser Bauart nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren.

Planen, bohren oder Konturen fräsen an Werkstücken in zwei Ebenen ist bei einer zweispindligen Maschine sehr gut umzusetzen. In Kombination mit den Schwerzerspanungsfähigkeiten der Reckermann Fräsmaschinen haben Sie optimale Bedingungen für eine hocheffiziente Fertigung.

Ein kombinierter Fräsprozess könnte aus Bohren, Nuten und Teilen von Werkstücken bestehen, z. B. mit einem Teilapparat als Basis der Spannvorrichtung. Auf diese Weise sind Arbeiten auf der Mantelfläche der Werkstücke möglich. Bei kleineren Bauteilen kann der große zur Verfügung stehende Arbeitsraum durch entsprechende Vorrichtungen und Werkstückaufnahmen effektiv genutzt werden. Auf diese Weise sinkt nicht nur die Hauptzeit und steigt die Standzeit der Werkzeuge, auch die Nebenzeiten reduzieren sich durch rationelles Bestücken der Vorrichtungen.

Gerade in der Produktion von Werkstück-Serien sind unsere Fräsmaschinen in kombinierten Fräsverfahren ein unschlagbarer Vorteil, insbesondere bei der Produktion in zweiter und dritter Schicht.

 

Typische auf diese Weise hergestellte Bauteile sind z. B.:

  • Fliehbacken
  • Anarbeitung von Schmiede- oder Gussteilen
  • Verbundbauteile
  • Klemmplatten