Fräsmaschinen nach Maß: Das Reckermann Maschinen-Baukastensystem

Wie häufig kommt es vor, dass an großen Werkstücken oder Teilefamilien nur bestimmte Partien bearbeitet werden müssen? Beispiele sind die Endenbearbeitung von Wellen oder Profilen, die Zapfenbearbeitung von Walzen, Nutenfräsen oder das Anbringen Anschraubflächen an Schweißbaugruppen oder gegossenen Gehäusen.

Hier setzt das Reckermann-Baukastensystem an. Das Maschinenbett wird dabei so konzipiert, dass alle Werkstücke komplett aufgelegt und gespannt werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Teile rund (wie z. B. Wellen oder Walzen) oder kubisch sind. Optimal sind Teile, die eine schwere Fräsbearbeitung erfordern.

Bei den Arbeitswegen und der Steuerung beschränken wir uns auf das, was für die Bearbeitung erforderlich ist. Dabei kann auch der Werkzeugwechsler weggelassen werden. Das senkt die Kosten und die Komplexität der Anlage bei gleichzeitiger Vereinfachung der Bedienung und Erhöhung der technischen Verfügbarkeit. Beim Fahrständer und den Fräseinheiten greifen wir auf vielfach bewährte Standard-Komponenten aus dem Baukastensystem zurück. Das sichert die Ersatzteilversorgung im Servicefall.

Kommen mehrere Werkzeuge parallel zum Einsatz erhöht sich die Produktivität der Anlage deutlich. Das Reckermann-Baukastensystem erlaubt den Einsatz von bis zu 2 voneinander unabhängigen Fahrständern (doppelspindlige Bearbeitung) in einer Maschine. Zur Bearbeitung kleinerer Teile kann der Ständer der Horizontalspindel mit einem Gegenlager zur Aufnahme von Fräserdornen  ausgestattet werden. Auf den Dorn lassen sich dann je nach Bauteilgröße mehrere Scheibenfräser (z. B. 4 Stück) einsetzen. Damit können dann bis zu 4 Werkstücke gleichzeitig gefräst werden. 

Typische Einsatzgebiete sind Endenbearbeitungszentrum, Endenbearbeitungsmaschine, Nutenfräsmaschine für Wellen oder doppelspindlige Fräsmaschine für die Vorbearbeitung.